Iran: Kuschelkurs und Terror — Das Doppelspiel der Ayatollahs

Zurzeit finden in Wien im Austria-Center die Atomverhandlungen mit dem Iran statt. Der 2013 gewählte Präsident Hassan Rohani scheint einen neuen Kurs zu verfolgen, und ist zu Zugeständnissen in dem nun schon mehr als 10 Jahre schwelenden Atomstreit bereit. Das Gros der internationalen Presse, so auch in Österreich, sieht in Rohani einen gemäßigten Reformer, jemand, der sich für mehr politische Freiheiten einsetzt.

Dabei wird übersehen, dass allein im ersten Halbjahr nach Rohanis Wahl mindestens 430 Menschen im Iran hingerichtet worden sind. Bürgerliche Freiheiten, wie Presse- und Redefreiheit, gleiche Rechte für Männer und Frauen, sowie Religions- und Weltanschauungsfreiheit, sind in dem islamischen Gottesstaat nach wie vor nicht vorhanden. Es herrschen Repression, Polizeiterror und Schariarecht — und das bedeutet im schlimmsten Fall Tod durch Steinigung bei Ehebruch.

Wir beschäftigen uns heute damit, wie es in dieser so genannten Islamischen Republik im Inneren tatsächlich aussieht. Welche Ziele verfolgt der Iran in den Atomverhandlungen wirklich? Steht er möglicherweise schon kurz vor der Entwicklung einer Atombombe? Was bedeutet diese nukleare Bedrohung für die Region des mittleren und nahen Ostens und vor allem für Israel? Und welche Motive stecken hinter der Appeasement-Politik der EU, die vor allem von Österreich und Deutschland getragen wird?

Wir diskutieren diesmal mit folgenden Gästen …

Sogol A****. Sie stammt aus dem Iran, erlebte als Kind die Revolution, und wuchs unter dem Chomeini-Regime auf. Seit 1991 lebt sie in Österreich. Schon in Jugendjahren regimekritisch, setzt sie sich seit dem Aufstand 2009 öffentlich für einen Regimewechsel ein und prangert die Menschenrechtsverletzungen im Iran an. Außerdem ist sie Mitglied des Parteivorstands der neu gegründeten oppositionellen Iranian Alliance Party.

Stephan Grigat. Er ist Politikwissenschaftler und Mitbegründer des Bündnisses „Stop the Bomb”. In seinen Publikationen und öffentlichen Auftritten warnt er vor den verheerenden Konsequenzen eines nuklear gerüsteten Irans, und thematisiert den antisemitischen Vernichtungswahn des Mullah-Regimes gegenüber Israel.

Ehsan Ayatollahi. Er kam als Jugendlicher nach Österreich und gehört zur Generation jener jungen Iraner, die sich nach Freiheit und Demokratie in ihrem Heimatland sehnen. Auch ihn haben der Aufstand 2009, und die darauf folgenden Repressionen dazu bewogen, sich gegen das Regime zu positionieren, und für die Anliegen der Exiliraner aktiv einzusetzen.

 
 

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  • DD: Tolle Veranstaltung, aber die Qualität des Streams könntet…
  • Sabina: Liebe Zuseher_innen, Ich danke allen ganz herzlich für das…
  • Ingrid: Ich hab diese letzte sendung auch extrem gut gefunden! Und…
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