Sendung vom 22. März 2012 auf Okto.
Trailer
Bonusmaterial
Woran denken Sie, wenn Sie den Namen „Scientology“ hören? An eine moderne Glaubensgemeinschaft, an schillernde Hollywood-Prominenzen wie Tom Cruise oder John Travolta? Oder kommen Ihnen Begriffe wie „Sekte“ , „Psycho-Abhängigkeit“ und „Gehirnwäsche“ in den Sinn?
Die sogenannte „Scientology Church“ wurde 1954 von dem amerikanischen Science Fiction-Autor L. Ron Hubbard gegründet und scheidet seither die Geister.
Die einen schwören auf ihre Lehre und darauf, dass Scientology ihr Leben zum Positiven verändert habe. Die anderen, vor allem ehemalige Mitglieder und deren Angehörige, werfen der Organisation zweifelhafte und menschenverachtende Psycho-Methoden, totalitäre Strukturen und finanzielle Ausbeutung vor.
Immerhin hat die Organisation mittlerweile Niederlassungen in über 30 Ländern weltweit und ist in einigen davon als Religion anerkannt. Tatsache ist, dass Scientology im deutschsprachigen Raum heftig umstritten ist; der deutsche Verfassungschutz befand erstmals 1997, dass die Organisation zu beobachten sei, da Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung bestünden.
Scientology selbst tritt in den U.S.A. und in der westeuropäischen Öffentlichkeit als Kirche und Glaubensgemeinschaft auf und verweist sämtliche Anschuldigungen ins Reich der Verschwörungen und Hetzkampagnen.
Aber wie gefährlich ist Scientology wirklich und was ist Scientology eigentlich? Worin besteht die Lehre des L. Ron Hubbard, welche ideologischen Inhalte werden transportiert und wie ist der Konzern organisiert? Um das zu erhellen disktutieren Sabina Grömmer und Jorit D. Posset mit diesen Gästen:
Wilfried Handl: War von 1974 bis 2002 Mitglied der Scientology Church, 1 ½ Jahre davon in leitender Funktion bei Scientology Österreich, er setzt sich seit seinem Ausstieg medienwirksam gegen die Organisation ein.
Martin Felinger: Univ. Lekror und Promovierter Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe; er ist unter anderem seit 1999 Geschäftsführer der Gesellschaft gegen Sekten- und Kultgefahren und dort in der psychologischen Beratung und Behandlung von Aussteigern aus destruktiven Kulten sowie deren Angehöriger tätig.






5 Comments
Hallo ihr Gottlosen! Also, ich hab die Sendung im Fernsehen geschaut und dann noch den Bonusteil. Ich finde, es waren recht interessante Sachen dabei, vor allem was der Wilfried Handl zu erzählen hat, auch wenn er dazu neigt ziemlich weit auszuholen. Auch die psychologischen Aspekte von dem Psychologen haben zum Verständnis beigetragen, finde ich.
Nur der Bonusteil war ziemlich chaotisch, fand ich und die Alien-Geschichte eher verwirrend. Da wusste ich zuerst gar nicht wovon jetzt die Rede ist. Ich weiß nicht ob das so wichtig ist, wenn man etwas über Scientology erfahren will.
Mein Eindruck war auch, dass die Moderatoren ganz schlecht aufeinander abgestimmt waren und offenbar vieles nicht abgesprochen hatten. Euer zweiter Moderator hat ziemlich daneben gewirkt (nicht bös gemeint ;-)), als wär er nicht ganz bei der Sache oder schlecht vorbereitet. Er hat auch oft Kommentare oder Fragen gebracht, die nicht ganz passend waren und das Ganze eher durcheinander brachten. Die Moderatorin hat zwar versucht immer wieder Struktur reinzubringen und anfänglich ist ihr das auch ganz gut gelungen, aber so ganz hat sie es auch nicht geschafft.
Also, es war ein bisschen durcheinander und insofern schwer zu folgen teilweise.
Vielleicht ist das Konzept mit den zwei Moderatoren gar nicht immer so gut, vor allem wenn sie sich eher in die Quere kommen als einander zu stützen. Ich glaube, mit der Moderatorin alleine wär´s fast besser gewesen.
Aber trotzdem recht interessant, die Gäste waren gut und halt schade, dass sich die Scientologen nicht hingetraut haben, aber das hätte mich auch gewundert.
Ganz liebe Grüsse
Lieber Beno!
Zunächst mal vielen Dank für dein Feedback und es freut mich, dass du die Diskussion trotz allem auch interessant gefunden hast.
Ja, du hast recht, die Absprachen zwischen uns Moderatoren haben nicht wirklich so gut geklappt dieses mal. Das sollte nicht sein und wir werden uns bemühen es in Zukunft wieder besser zu machen. Wir hatten auch noch ein technisches Verbindungsproblem mit der Regie, weswegen uns die Zeit ein bisschen entglitten ist, aber das soll jetzt keine Ausrede sein.
Die Idee, dass nur einer moderiert, werden wir vielleicht ohnehin diskutieren, da wir ja außerdem einen “Moderatorenmangel” haben zur Zeit. Ich denke auch, dass das Konzept mit zwei Moderatoren nur dann von Vorteil ist, wenn die wirklich gut abgestimmt sind und sich ergänzen. Daran werden wir noch arbeiten.
Das Material zu Scientology ist ziemlich umfangreich, wenn es dich näher interessiert findest du auf http://www.ingo-heinemann.de/BundesministeriumFamilie1998.pdf eine recht gute Zusammenfassung.
Dass Scientology selbst unserer Einladung nicht gefolgt ist, fanden wir auch sehr schade. Allerdings haben sie uns den Link zu ihren Stellungnahmen http://www.scientology-fakten.de/, den wir auch eingeblendet hatten, geschickt. Vermutlich wären die Gegendarstellungen so in etwa ausgefallen.
Danke für´s Zusehen und Kommentieren! :-)
LG
Sabina
Also, ich fand die Sendung nicht so schlecht. Es war doch recht interessant was die Gäste zu berichten wussten, die Hauptmoderation schafft es immer noch recht souverän und kompetent rüber zu kommen und hält so die äußere Form gut zusammen. Sicher wär´s gut wenn beide Moderatoren die Struktur im Blick haben und da auch das gleiche wollen. Der zweite Moderator wirkt eher wie ein plaudernder Radio-Talker und das ist für so ein Sachthema, das doch eine strukturierte Aufarbeitung verlangt, nicht so passend.
Aber es ist auch wenig Zeit für soviel Inhalt. Also, ich finde, dafür war eh viel drinnen und ich hatte auch das Gefühl, dass die wesentlichsten Knackpunkte trotzdem zur Sprache kamen.
Wenn man mehr wissen will, muss und kann man sich ja ohnehin näher informieren. Für mich waren zB einige Dinge neu, also zur Aufklärung hat die Diskussion sicher beigetragen. Und technisch seid ihr echt nicht schlecht.
Ich finde, ihr macht das gut und man muss ja bedenken, dass ihr ein Non-Budget-Projekt seid und wahrscheinlich auch nicht 30 Leute im Hintergrund tun und wuseln.
Also, dafür alle Achtung!
Lgh
Danke für deine konstruktive Kritik, Hanz.
An der Moderation sieht man halt leider doch, dass die meisten von uns Amateure sind — aber wir arbeiten dran.
Ad Technik: Das ist so ziemlich der einzige Bereich, wo wir mit einer professionellen Produktion mittlerweile so halbwegs mithalten können, und das obwohl die meisten unserer Kameraleute vorher selten bis nie eine Kamera in ihren Händen gehalten haben. Inklusive unserer Moderatoren sind ungefähr 10 Leute an einer Aufzeichnung beteiligt. Es freut mich zu sehen, dass es Leute gibt, die ein bisschen eine Ahnung haben, was alles dahinter steckt, damit man so eine Produktion auf die Beine stellen kann. In Anbetracht der Mittel die wir zur Verfügung haben, kann ich wohl zurecht mir und meinem Team hier ganz offiziell ein großes Lob aussprechen.
LG
Andi (Aufnahmeleiter/Regie)
Ach geh, ich find, die Hauptmoderation macht das doch eh ziemlich gut und wirkt professionell. Da hab ich beim Club 2 schon schlechtere ModeratorInnen gesehen. (die nicht mal einen gescheiten deutschen Satz rausbringen zB :-P.) Von sonstigen Okto-Sendungen ganz zu schweigen.
Moderieren ist eines der schwersten Aufgaben, man muss auf sehr vieles gleichzeitig achten, im Griff haben und ja auch inhaltlich gut vorbereitet sein. Da ich annehme, dass ihr eben kein Redaktionsteam habt, das euch die Infos gesiebt und geordnet vorsetzt, kommt die Recherchenarbeit ja auch noch dazu. Ich weiß das sehr gut, hab im Zuge meines Studiums mal Sendungsprojekte gemacht.
Wie gesagt, kein leichter Job und insofern finde ich auch, dass das Moderieren zu zweit eigentlich total schwierig ist. Fast schwieriger als alleine. Zumindest müssen die Dinge dann wirklich total gut abgesprochen sein und es müssen BEIDE gut vorbereitet sein, nicht nur einer. Aus meiner Erfahrung klappt das Zusammenspiel selten wirklich gut.
Also, insofern möcht ich auch sagen: In Anbetracht dessen, dass ihr so wenig Leute seid, isses super!
Die Gäste sind auch meist recht gut, ihr bemüht euch wirklich anspruchsvolle Gäste zu bekommen, was ja bei so einer kleinen Produktion auch nicht so einfach ist.
Also, ich finde, man merkt, ihr bemüht euch um Niveau und das muss man heutzutage wirklich schätzen. Ich wünsch euch alles Gute und dass ihr vielleicht euer Team noch vergrößern könnt! Wenn ich jobmäßig nicht so eingespannt wäre, würde ich mich antragen, aber momentan seh ich keine Luft.
Jedenfalls macht weiter so, ich find das Projekt toll!
LG
Chris